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| Die Löwen und Ihre Spielstätten |
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Gerade seit der letzten Delegiertenversammlung wird die Stadiondiskussion immer heftiger geführt, vor allem wegen einer Verwendung des Grünwalder Stadions. Wollen wir doch hier und jetzt ein paar Tatsachen dazu festhalten: Das 1911 errichtete Grünwalder Stadion stand lediglich von 1922-1937 im Besitz der Löwen und musste anschließend wegen enormer finanzieller Schwierigkeiten an die Stadt München verkauft werden. Der TSV 1860 München war also in seiner langen, 150-jährigen Geschichte nur vergleichsweise kurze 15 Jahre Eigentümer eines Stadions; die übrige Zeit spielte er immer in Stadien, die anderen gehörten. Richtig ist weiterhin, dass, und solange das Grünwalder Stadion bespielt wurde, alleine vom Ticketverkauf Gewinne (z. T. bis 800.000 DM je Spielzeit) erzielt werden konnten. Nach dem Jahrtausendwechsel kam die Allianz-Arena mit den unseligen Verträgen. Man traute sich plötzlich zu, das nahezu 10-fache an Business-Sitzen zu verkaufen, etc. etc. In einem Satz – unser geliebter Verein hat sich mit diesen Verträgen einen Schuh angezogen, der ihm wenigstens zehn Nummern zu groß ist. Ein Verbleiben der Löwen mit den jetzigen Verträgen in der Arena ist existenzbedrohend für unseren TSV 1860 München, auch wenn die Arena eine für das moderne Marketing adäquate Plattform zur zeitgemäßen Präsentation eines Profifußballvereins ist. Wir möchten daher und getragen vom Interesse am Wohl und der Zukunft des TSV 1860 München folgende Punkte vorschlagen, die baldmöglich anzugehen sind: Neuverhandlung der Arena-Verträge, insbesondere der Verträge für dieBusiness Sitze, um für unseren Verein wirtschaftlich erträglichere und vor allem erfüllbare Bedingungen zu erreichen. Verkauf von deutlich mehr Business-Sitzen als bisher. Angesprochen sollen besonders Münchner Firmen werden. Gefordert sind hier in erster Linie die Geschäftsführung, das Präsidium und der Aufsichtsrat. Investieren der dadurch eingesparten und mehr erwirtschaften Gelder ausschließlich in die Profimannschaft und die Jugendarbeit. Denn eine sportlich erfolgreiche Mannschaft bringt je Spieltag leicht 10.000 Zuschauer mehr, was in Zahlen zusätzlichen Einnahmen von 200.000 EUR je Spiel entspricht. Dies unterstützt das Erreichen des wichtigsten Ziels – den Wiederaufstieg in die 1.Bundesliga. Erhalt des Grünwalder Stadions als Spielstätte der Jugend und der U 23. Kurzum, werte Vereinsführung, unternehmt alles, damit unser Verein in einem Stadion überleben kann, in dem er eine sportliche Zukunft hat. Dagegen ist niemandem geholfen, wenn der TSV 160 München zwar in „seinem“ Stadion spielt, aber mangels sportlicher Erfolge zugrunde geht. Wir sind Fans unseres geliebten TSV 1860 München, aber nicht Fans irgendeines Stadions. |


